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Kontext

Der Kontext-Schritt ermöglicht es, Nutzer-Intentionen gezielt innerhalb eines bestimmten Gesprächsabschnitts abzufangen – ohne den gesamten Flow zu unterbrechen.

Wo finde ich das?

Den Kontext-Schritt fügst du direkt im Flow Builder ein:

Flow-Builder → Schritt hinzufügen → Kontext

Er ist unter der Kategorie „Häufig verwendet" gelistet.

Die Intentionen selbst werden nicht im Flow Builder verwaltet, sondern separat unter AI Agent → Entwicklung → Intentionen. Die Verwaltung von Intentionen ist in einem eigenen Artikel beschrieben.


Erklärung – Was genau ist der Kontext-Schritt?

Wenn eine Intention erkannt wird, springt der AI Agent normalerweise zum zugehörigen Trigger-Block im Flow – egal, an welcher Stelle im Gespräch sich der Nutzer gerade befindet. Das kann gewünscht sein, in vielen Fällen möchtest du aber steuern, dass eine Intention nur in einem bestimmten Gesprächsabschnitt reagiert.

Genau das leistet der Kontext-Schritt: Er überwacht eine oder mehrere Intentionen lokal, also nur an der Stelle im Flow, an der er eingebaut ist. Wird eine der hinterlegten Intentionen erkannt, leitet der Kontext-Schritt den Flow gezielt an den passenden Ausgang weiter. Das macht den Kontext-Schritt besonders nützlich, wenn du Intentionen an mehreren Stellen im Flow wiederverwenden oder kontextabhängig unterschiedlich behandeln möchtest.


Verwendung – Was kann man damit machen?

Intentionen lokal abfangen

Platziere einen Kontext-Schritt im Flow, um an dieser Stelle gezielt auf bestimmte Nutzer-Intentionen zu reagieren. Für jede Intention legst du einen eigenen Ausgang fest. Dieser Ausgang kann dann mit dem nächsten Schritt im Flow verbunden werden.

Typisches Szenario: Ein Nutzer befindet sich mitten in einem Buchungsablauf. Du möchtest, dass er jederzeit zur Stornierung wechseln kann – aber nur innerhalb dieses Abschnitts, nicht global im gesamten AI Agent.

Oder: Du Möchtest Intentionen wie "Bestätigung" und "Ablehnung" gezielt und isoliert im Flow verwenden.

Mehrere Intentionen in einem Schritt

Du kannst einem Kontext-Schritt mehrere Intentionen hinzufügen. Jede Intention erhält dabei einen eigenen benannten Ausgang, den du separat verbinden kannst.


Verwaltung – Erstellung, Bearbeitung und Löschen

Kontext-Schritt erstellen

  1. Öffne den Flow Builder und navigiere zur Stelle im Flow, an der du den Kontext-Schritt einfügen möchtest.

  2. Klicke auf „Schritt hinzufügen".

  3. Wähle unter „Häufig verwendet" den Eintrag „Kontext" aus.

  4. Das Bearbeitungspanel öffnet sich (siehe Screenshot).

  5. Vergib einen aussagekräftigen Namen für den Schritt. Dieser ist nur intern sichtbar und hilft dir, den Schritt im Flow zu identifizieren.

  6. Klicke auf „Intention hinzufügen", um eine Intention zu verknüpfen.

  7. Gib im Feld „Name des Ausgangs" einen Namen für den Ausgang ein. Über diesen Namen wird der Ausgang später im Flow als Verbindungspunkt angezeigt.

  8. Klicke auf „Intention wählen", um aus der Liste der verfügbaren Intentionen zu wählen.

  9. Wiederhole die Schritte 6–8, wenn du weitere Intentionen hinzufügen möchtest.

  10. Bestätige mit „Ok".

Kontext-Schritt bearbeiten

Klicke im Flow Builder auf den bestehenden Kontext-Schritt, um das Bearbeitungspanel erneut zu öffnen. Du kannst:

  • Den Namen des Schritts ändern.

  • Intentionen hinzufügen oder entfernen.

  • Den Namen eines Ausgangs anpassen.

Eine Änderung des Ausgangsnamens wirkt sich auf bestehende Verbindungen im Flow aus. Prüfe nach der Umbenennung, ob die Verbindungen noch korrekt sind.

Kontext-Schritt löschen

Du kannst den Kontext-Schritt wie jeden anderen Schritt im Flow Builder löschen. Klicke dazu auf das Papierkorb-Symbol im Bearbeitungspanel.

Beim Löschen werden alle Verbindungen, die von den Ausgängen dieses Schritts ausgehen, entfernt. Der nachfolgende Flow kann dadurch unterbrochen werden. Prüfe den Flow nach dem Löschen auf offene oder fehlende Verbindungen.


Beispiele

Beispiel: Themenabbruch während eines Buchungsablaufs

Ein Nutzer durchläuft einen mehrstufigen Buchungsprozess für ein Hotelzimmer. Du möchtest sicherstellen, dass er jederzeit zur Stornierung oder zu einer allgemeinen Frage wechseln kann – aber nur innerhalb dieses Abschnitts.

Voraussetzung: Die Intentionen „Stornierung" und „Allgemeine Frage" sind bereits unter AI Agent → Entwicklung → Intentionen angelegt.

Schritte:

  1. Füge im Buchungsflow einen Kontext-Schritt ein.

  2. Vergib den Namen Buchung – Kontext.

  3. Füge die Intention „Stornierung" hinzu und benenne den Ausgang → Stornierung.

  4. Füge die Intention „Allgemeine Frage" hinzu und benenne den Ausgang → Allgemeine Frage.

  5. Verbinde den Ausgang → Stornierung mit dem Block für den Stornierungsablauf.

  6. Verbinde den Ausgang → Allgemeine Frage mit dem Block für allgemeine Auskünfte.

Erkennt der AI Agent nun während des Buchungsprozesses eine dieser Intentionen, wird der Nutzer gezielt weitergeleitet – ohne den gesamten AI Agent-Flow zu unterbrechen.


Best Practices

  • Aussagekräftige Ausgangsnamen vergeben: Benenne Ausgänge so, dass ihr Zweck auf einen Blick erkennbar ist – z. B. → Stornierung statt Ausgang 1. Das erleichtert die Wartung des Flows erheblich.

  • Kontext-Schritt gezielt einsetzen: Nutze den Kontext-Schritt nicht als globalen Ersatz für Intentionen, sondern dort, wo eine Intention nur in einem bestimmten Gesprächsabschnitt relevant ist. Für global gültige Intentionen ist weiterhin der Trigger-Block im Flow die richtige Wahl.

  • Intentionen wiederverwenden: Dieselbe Intention kann in mehreren Kontext-Schritten an verschiedenen Stellen im Flow verwendet werden. So vermeidest du redundante Intentionen und hältst die Intentionen-Verwaltung übersichtlich.

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